Berlin Marathon 2016

27th September 2016

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Am 25.09.2016 fand der alljährliche Berlin Marathon statt - ein riesen Ereignis für jeden Läufer/Sportenthusiasten in Deutschlands Hauptstadt. Obwohl ich dieses Jahr leider nicht teilnehmen konnte, habe ich mich an die Strecke gestellt und mich einfach i

Berlin Marathon 2016

by Linus Ersing

Da der Start der Läufer bereits um 9:15 Uhr erfolgte, und ich nicht im Zentrum Berlins wohne, war der Wecker auf 7:00 Uhr gestellt.

Die Bahn zum Brandenburger Tor füllte sich nach und nach mit nervösen und freudig gespannten Läufern und Zuschauern, was die Atmosphäre spürbar machte und die optimale Einstimmung auf den kommenden Tag war.

Dort angekommen wurde ich vom Strom der Menschen, am Brandenburger Tor vorbei, zum Start- und Zielbereich getragen, wo sich die Läufer in ihren vielen Starterblöcken tummelten und die Zuschauer sich an der Strecke versammelten.


Der Start der Profis, sowie der der folgenden Grupppen, erfolgte unter lautstarker Moderation durch den veranstaltenden Verein und den Startschuss, der von Berlins regierendem Bürgermeister abgegeben wurde.


Es passierten angespannte, sowie ausgelassene,  mit professionellem Equipment augestattete und humorvoll verkleidete Sportler - ein wahres Fest der Diversifikation, was nicht allzu verwunderlich ist, bei Teilnehmern aus über 120 verschiedenen Ländern.


Nachdem ich den Start zweier Wellen abgewartet hatte, eilte ich am Reichstag vorbei, zu Kilometer 7, zwischen Bundestag und Hauptbahnhof,  und beobachtete die, noch größtenteils frischen, Läufer. Von dort aus lief ich einige Meter bis zur Friedrichstraße mit, wo ich zu meiner freudigen Überraschung auch verkleidete Fans und Läden bemerkte, die für deren Verpflegung geöffnet hatten.


Anschließend nutzte ich die öffentlichen Verkehrsmittel um zur Halbmarathon-Marke in der nähe der Yorckstraße zu gelangen. Bei etwas über 20 Grad Celsius und strahlender Sonne war das Wetter für Läufer und Zuschauer optimal und mit fortgeschrittener Stunde wurde es nun sogar angenehm warm.

Die Markierung bei 21.1 Kilometer schien den Läufern im allgemeinen nochmals einen Motivationsstoß zu versetzen und die Fans gaben sich an dieser Stelle zusätzliche Mühe. Zudem hatten sich nun sogar ganze Orchester und Bands am Straßenrand eingefunden, die den Lautstärkepegel signifikant erhöhten.


Ich wurde auf eine Abkürzung aufmerksam, die mich zur Goebenstraße, auf höhe des Kilometers 37 führte, wo man den Läufern zum Teil ihre Erschöpfung schon ansah. Glücklicherweise hatte sich hier eine Fangemeinde mit lauten Boxen, Konfettikanonen und sogar Leuchtfackeln eingefunden, die den Läufern so richtig einheizten und zudem für tolles Fotomaterial sorgten. Es war so schön mit anzusehen, dass ich dort fast eine ganze Stunde verweilte, bevor ich dann, über den Potsdamer Platz, wieder zum Zielbereich am Brandenburger Tor fuhr.

Hier war die Gänsehaut vorprogrammiert:

Mit der Straße des 17. Juni als Kulisse, angemessen feierlicher musikalischer Unterstützung und einem tobenden Meer aus jubelnden Fans hatten die Läufer - egal ob volkommen erschöpft oder oben auf - keine andere Chance als sich selbst und dieses Event zu feiern und sich die letzten Meter über die Ziellinie tragen zu lassen. Einfach jeder hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Die Atmosphäre dieser Szenerie und die Dynamik zwischen Fans und Teilnehmern war wunderschön!

Im Zielbereich wurden die Sportler dann direkt mit Nahrung versorgt, konnten sich massieren lassen oder direkt zu ihren Unterstützern finden und sich entspannen - die Veranstalter hatten wirklich an alles gedacht. Es gab sogar einen Platz, der eigens als Treffpunkt für Familien mit Buchstaben markiert war.

Alles in allem war der diese Veranstaltung, selbst als Zuschauer, ein so inspirierendes und motivierendes Event, dass ich mir fest vorgenommen habe, selbst einmal einen Marathon zu laufen.

Glückwunsch und großen Respekt an alle Teilnehmer, Supporter und den SCC als Veranstalter!

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